Stadtmauer von Neubrandenburg (A1)

Neubrandenburg, die Stadt der vier Tore, verfügt als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern über eine vollständig erhaltene Stadtmauer, die den mittelalterlichen Stadtkern umschließt. Die Stadtmauer mit ihren Wiekhäusern ist nicht nur ein architektonisches, sondern zugleich ein geologisches Highlight. Bei einem Rundgang entlang der Stadtmauer erschließt sich dem aufmerksamen Betrachter eine kaum überschaubare Fülle verschiedener Findlinge, die durch das Eis aus Skandinavien in die Region transportiert wurden.

"Brohmer Ei" am Johanniskloster in Neubrandenburg (A2)

Beim "Brohmer Ei" handelt es sich um einen kleinen Findling aus Sandstein, der ursprünglich im Gutspark Brohm bei Strasburg/Uckermark lag. Interessant ist er vor allem aufgrund seiner Form und der geschrammten Oberfläche. Der Stein ist im Hof des Johannisklosters an der Neubrandenburger Stadtmauer jederzeit zugänglich.

Doggergeschiebe im Geschiebegarten Hinterste Mühle (A3):

Bei den Arbeiten im Tagebau Neubrandenburg-Hinterste Mühle kamen interessante Findlinge ans Tageslicht. Sie wurden in einem Findlingsgarten an der Tagebauzufahrt ausgestellt. Als besondere Rarität gilt ein Doggergeschiebe aus dem Mittleren Jura mit einer Größe von ca. 2 m³. Das Sedimentgestein enthält zahlreiche Fossilien, vor allem Muscheln und Schnecken.

Findling Mühlenholz (A4):

Der beeindruckende Findling aus Granit weist eine Größe von ca. 35 m³ auf und trägt seinen Namen "König der Jahrhunderte" daher nicht zu Unrecht. Der Stein liegt unmittelbar westlich der Bahnlinie nahe den Ruinen der Papiermühle.

"Riesenstein" bei Zirzow - Krappmühle (A6)

An der Krappmühle bei Zirzow liegt ein sehenswerter Findling, der deutliche Spuren seiner bewegten Vergangenheit aufweist. Auf der Oberfläche des Granits mit einem Umfang von 17,50 m und einem Volumen von 54 m³ erkennt man deutliche Opferschälchen, die in der Bronzezeit (1800-800 v.u.Z.) vermutlich kultischen Zwecken dienten. Bei genauerer Betrachtung des Findlings fallen ebenso Bohrlöcher auf, die von der drohenden Zerteilung des Steins um 1900 zeugen. Das markanteste Merkmal des Steins ist jedoch seine strahlenförmige Aufspaltung. Sie entstand 1945, als der Granitblock in den letzten Kriegstagen von einer Panzergranate getroffen wurde.

"Großer Stein" in Altentreptow (A7)

Der "Große Stein" am Altentreptower Klosterberg zählt mit seinem Umfang von 23 m und einem Volumen von ca. 133 m³ zu den größten Findlingen in Deutschland. Der Granitblock mit einem Gewicht von mehr als 350 Tonnen stammt nachweislich aus Mittelschweden. Am besten zu erreichen ist der etwas versteckt in einer Kleingartenanlage liegende Findling vom Parkplatz "Am Klosterberg" (Nähe Krankenhaus, ca. 200 m Fußweg). Einer Sage nach wollte der Teufel mit diesem Stein den gerade erbauten Turm der St. Petri-Kirche in Altentreptow zerstören. Glücklicherweise ging der Wurf daneben und so landete der Stein am Klosterberg. Noch heute sollen die Abdrücke der Finger als Vertiefungen auf der Oberfläche des Findlings zu erkennen sein.

Findling Rosemarsow (A8)

Riesenstein, Hünenstein, Teufelsstein - märchenhafte Namen haben die Menschen in früheren Zeiten den großen Findlingen oft gegeben. Sagen berichten von Teufeln oder Riesen, die Kirchtürme mit den mächtigen Steinen zum Einsturz bringen wollten und ihr Ziel verfehlten. Wer sonst sollte auch in der Lage gewesen sein, die gewaltigen Blöcke zu bewegen? Die Erkenntnis, dass die großen Steine Zeugen der Eiszeit sind und mit dem Inlandeis aus Skandinavien zu uns kamen, setzte sich erst vor 130 Jahren durch.
Etwas versteckt am Ufer des Marienbaches liegt der Findling Rosemarsow, der auch Schusterstein oder Teufelsstein genannt wird. Der etwa 45 m³ große und 120 Tonnen schwere Block besteht aus dunkelgrauem Gneis, der durch Umwandlung anderer Gesteine unter hohem Druck und hohen Temperaturen entstanden ist. Der Findling hat einen Umfang von 14 Metern und liegt zu etwa einem Drittel seiner Höhe im Boden. Im benachbarten Rosemarsow erzählt man sich, dass der Teufel um Mitternacht auf dem Stein sitzt und die Schuhe seiner Großmutter flickt. Nicht nur die Kinder machten deshalb immer einen großen Bogen, wenn sie auf ihrem Weg nach Mühlenhagen am Stein vorbei mussten. Noch heute soll es in der Gegend um den Stein spuken.

Findling Hohenklempenow (A9):

Der Findling befindet sich nahe des Radweges in einem ehemaligen Kiessandabbau auf einem Feld. Leider ist er momentan von Büschen umwuchert und nicht gut zugänglich. Mit einer Länge von 4.70 m, einer Breite von 3.40 m und einer Höhe von 2.50 m kann er zu den Findlingen mittlerer Größe gezählt werden.

Findling Broock (A10):

Der Findling befindet sich nahe des Weges. Mit seinem Umfang von ca. 14 m und einem Volumen von 12 m³ stellt er ein beachtliches Beispiel für die Kraft des Eises dar.

Kesselmoore bei Langhagen (A11)

In der Endmoräne bei Langhagen sind mehrere Kesselmoore zu finden. Sie entstanden nach dem Abschmelzen von Toteis, indem sich das Wasser in schüsselartigen Hohlformen sammelte. Diese nicht an das Gewässernetz angeschlossenen Seekessel vermoorten allmählich durch Pflanzenwuchs.

"Landvermessers Ruh" - Findling bei Gatscheck (A16):

Landvermessers Ruh' ist der Name des 14 m³ großen und etwa 37 Tonnen schweren Granitblocks, der im Brodaer Holz unterhalb des Steilufers im Wasser liegt. Er kam vor etwa 16 000 Jahren während des Pommerschen Stadiums der Weichsel-Kaltzeit an seinen heutigen Platz. Wegen seines Blockreichtums wurde dieser Uferabschnitt des Tollensesees im 19. Jahrhundert auch "Steen Urt" (Stein Ort) genannt.
Die Anfänge der Landesvermessung reichen in Mecklenburg bis in das 16. Jahrhundert zurück und dienten ursprünglich der Steuererhebung. Als unverrückbare Festpunkte haben die großen Findlinge sicher schon früh eine wichtige Rolle gespielt. Ob sich aber wirklich Landvermesser auf dem Stein von der Arbeit ausruhten, ist nicht überliefert. In jedem Fall bietet sich von seiner Spitze ein schöner Blick über den Tollensesee.

Schälchenstein bei Groß Kelle (A20)

Nahe Groß Kelle, unweit des Rohrteichs findet man einen interessanten Schälchenstein. Dabei handelt es sich um einen Findling mit kleinen napfartigen Vertiefungen auf seiner Oberfläche, der in der Bronzezeit (1800-800 v.u.Z.) vermutlich kultischen Zwecken diente.

Teufelsstein Minzow (A21)

Mit einer Länge von 2,30 m, der Breite von 1,50 m und einer Höhe von 1,10 m kann man den Teufelsstein in Minzow eher zu den kleineren Findlingen zählen. Interessant sind jedoch die schälchenartigen Vertiefungen auf seiner Oberfläche, die aus der Bronzezeit (1800-800 v.u.Z.) stammen. In dieser Zeit wurde der Findling vermutlich zu kultischen Zwecken genutzt.

Feldsteinscheune Bollewick (A22)

Die größte Feldsteinscheune Deutschlands befindet sich in dem kleinen Dorf Bollewick. Sie wurde aus unzähligen Findlingen erbaut und beherbergt auf einer Nutzfläche von etwa einem Hektar eine große Markthalle, viele Handwerksstätten, ein Café, einen Bauern- und einen Kräuterladen, ein Restaurant, einen urigen Gewölbekeller und sogar ein Scheunen-Hotel.

Schichtquelle bei Usadel (A24)

In der Umgebung des Tollensesees finden sich eine Reihe von Schichtquellen. Eine gut zugängliche Quelle befindet sich am südwestlichen Ortsrand von Usadel. Sie fließt ganzjährig und ist mit einigen größeren Geschieben eingefasst. Da der aus Sanden und Geschiebemergel gebildete Untergrund aufgeschlossen ist, lässt sich der Charakter von Schichtquellen in Usadel besonders gut demonstrieren.

Findling Feldberg (A26)

Der Findling befindet sich an der Schlossmauer, nahe der kleinen Halbinsel "Amtswerder". Die auf dem Stein erkennbaren, halbsichelartigen Formen entstanden infolge von Eisbewegungen.

Schichtquelle Krüselinsee (A27)

Nahe Carwitz befindet sich die interessante Quelle. Hierbei fließt das Wasser vom 10 m höher gelegenen Dreetzsee unterirdisch ab und tritt als Schichtquelle am Krüselinsee wieder auf.

Kesselmoore im Hullerbusch (A28)

Dieses typische Kesselmoor entstand nach dem Abschmelzen von Toteis, indem sich das Wasser in einer schüsselartigen Hohlform sammelte. Diese nicht an das Gewässernetz angeschlossenen Seekessel vermoorten allmählich durch Pflanzenwuchs. Kesselmoore sind vor allem in Endmoränen zu finden.

Findling Strasburg (A30):

Der Findling liegt mitten in der Stadt und dient als Gedenkstein an die Opfer des Ersten Weltkriegs. Mit seinem Umfang von 9,40 m und einem Volumen 22 m³ ist er ein beeindruckendes Beispiel für die Kraft der eiszeitlichen Gletscher.

Teufelsstein bei Friedland (A32):

Südlich von Friedland liegt der sagenumwobene Teufelsstein. Der gewaltige Findling weist 13 m Umfang und ein Volumen von knapp 42 m³ auf. Ein Infotafel und eine Bank laden zu einer lehrreichen Pause ein.

Findling Blücherstein (A33):

Unweit vom Kavelpaß, wo jahrhundertelang die Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern verlief, liegt der Findling Blücherstein in einem kleinen Sandtagebau. Mit seinem Umfang von 11,50 m und einem Volumen von 38 m³ zählt der Stein zu den imposantesten Findlingen Mecklenburg-Vorpommerns. Um den Findling Blücherstein rankt sich eine Legende von der Gefangennahme des jungen Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1890), die ihm seinen Namen einbrachte.

Findling Sarnow (A34):

In einem Waldstück westlich des Ortes Sarnow liegt mittelgroße Findling. Es erfordert ein gutes Auge, den von Moosen bewachsenen Stein gleich zu finden. Mit seiner Länge von 5 m und einer Breite von 2,90 m demonstriert er in beeindruckender Weise die Kraft des Eises.

"De groote Stein" bei Blankenburg (A5):

Findlinge:
Findlinge zählen zu den interessantesten Zeugen der Eiszeit. Besonders die großen Findlinge wie der „Große Stein“ in Altentreptow haben die Erforschung der Eiszeit nachhaltig angeregt.
Auf seinem Weg von Skandinavien nahm das Eis Gesteinsbrocken unterschiedlicher Größe auf und transportierte es in die Geopark-Region. „Unsere“ nordischen Findlinge stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Süd- und Mittelschweden bis zu den Alandinseln.
Nicht nur die Größe, sondern auch die Farbigkeit der Gesteine ist beeindruckend: von schwarzweiß, gelbweiß, grauweiß oder rötlich bis tiefrot. Einige Findlinge haben interessante Fossilieneinschlüsse.

Findlinge waren bereits in der Ur- und Frühgeschichte von Interesse, da sie die Phantasie früherer Kulturen anregten und oft zu kultischen Zwecken genutzt wurden. Viele Sagen ranken sich um die großen Findlinge, deren Herkunft häufig als Teufelswerk gesehen wurde.
Seit Jahrtausenden wurden Findlinge als natürlich vorhandenes Baumaterial genutzt. Schon vor 8000 Jahren verstanden es Menschen, mittels Holzkeilen und Wasser, Steine zu spalten. In unserer Region zeugen unter anderem die vielen Feldsteinkirchen, die Wehranlagen der Städte wie Neubrandenburg und Friedland oder die gewaltigen Fundamente der Burg Stargard von den Fertigkeiten, Findlinge zu bearbeiten.


Kesselmoore entstanden nach dem Abschmelzen von Toteis, indem sich das Wasser in schüsselartigen Hohlformen sammelte. Diese nicht an das Gewässernetz angeschlossenen Seekessel vermoorten allmählich durch Pflanzenwuchs. Kesselmoore sind vor allem in den Endmoränen zu finden.

Tollensebecken mit Tollensesee (B1)

Das Tollensebecken mit dem Tollensesee ist das landschaftliche Highlight der Region. Der See ist etwa 10 km lang, 2 km breit und weist eine Wassertiefe bis zu 34 m auf. Zu seiner Entstehung existieren verschiedene Theorien. Lange Zeit wurde der Tollensesee als von einer Gletscherzunge ausgeschürftes Becken angesehen, neuere Untersuchungen halten die Entstehung als Tunneltal für wahrscheinlicher. Dieser Annahme zufolge haben unter dem Eis fließende Schmelzwässer das Tollensebecken ausgespült.

Lindebachtal (B2):

Das Lindebachtal entstand, als das Eis hinter der Pommerschen Hauptendmoräne niedertaute. Da die Endmoräne dem Wasser den Weg gen Süden versperrte, floss das Wasser in nördliche Richtung ab. Die aus dem Raum Burg Stargard abfließenden Schmelzwässer schnitten sich tief in die Grundmoräne ein und formten das Lindebachtal. Bei einem Spaziergang durch das Tal wird deutlich, wie die Talform von der vorhandenen Gesteinsart abhängig ist. Wo Geschiebemergel den Talrand bildet, begrenzen steile Hänge das enge Tal. Unmittelbar nördlich von Burg Stargard wurden Sande angeschnitten, daher ist das Tal dort weiter und die Talhänge wesentlich flacher.

Malliner Bachtal (B3)

Westlich der Stadt Neubrandenburg befindet sich das Malliner Bachtal. Es entstand am Ende der Weichsel-Kaltzeit als sich große Mengen Schmelzwasser im Bereich der Penzliner Seenrinne sammelten. Bei Mallin folgte das Wasser dem günstigsten Gefälle und spülte ein enges, bei Zirzow in das Tollensetal mündendes Seitental aus. Ein schöner Wanderweg erschließt das Malliner Bachtal und führt bis an die Krappmühle bei Zirzow, wo ein großer Findling liegt.

Tollensetal zwischen Altentreptow und Neubrandenburg (B4)

Schon während der Elster-Kaltzeit vor mehr als 300 000 Jahren schuf abfließendes Schmelzwasser die tiefe Rinne der Ur-Tollense. Feine Ablagerungen (Schluffe, Sande) füllten sie anschließend wieder auf. Seine heutige Form erhielt das Tollensetal vor etwa 15 000 Jahren während des Pommerschen Eisvorstoßes der Weichsel-Kaltzeit. Unter dem Eis nach Süden zum Eisrand abfließendes Schmelzwasser spülte den Untergrund erneut aus und schuf ein sogenanntes Tunneltal. Mit dem fortschreitenden Eiszerfall kehrte sich die Richtung der Entwässerung nach Norden um und folgte nun dem zum Ostseebecken weisenden Gefälle. Ablagerungen dieser Zerfallsphase sind feine, seltener auch kieshaltige Sande (Talsande). Sie füllen den Talgrund des Tollensetals nördlich von Neubrandenburg weitgehend aus.
Aus grundwasserführenden Schichten, die in den Hangbereichen angeschnitten sind, erhält das Tollensetal bis heute einen ständigen Zustrom von Wasser. Schon im Spätglazial, also am Ende des Eiszeitalters, begann über den Talsanden das Moorwachstum. In den großen Talungen der Peene, des Großen Landgrabens und der Tollense entstanden flächenhafte Durchströmungsmoore. Der vom Grundwasser durchflossene Moorkörper dieses Moortyps besteht vorwiegend aus Schilf- und Seggentorfen. Die Torfstiche der Tollensewiesen lieferten noch bis in das 20. Jahrhundert hinein Brennmaterial für die Anwohner. Die Restlöcher stellen heute wertvolle Kleingewässer mit spezifischer Artenausstattung dar.

Mäandertal der Tollense bei Kessin (B5)

Im Volksmund erzählt man sich zum schlangenförmigen Verlauf der Tollense folgendes: In der Urzeit des Tollensetales hatte der Teufel seine Großmutter vor den Pflug gespannt. Vor lauter Zickigkeit solle diese dabei abwechselnd nach links und rechts gesprungen sein und die "Zick-Zack-Form" der Tollense entstand.

Neben dieser nicht ganz ernstzunehmenden "Entstehungstheorie" gibt es noch eine wissenschaftliche Erklärung für den eigentümlichen Verlauf des als Schmelzwasserabflussbahn entstandenen Flusses. Mäander entwickeln sich, wenn Flüsse bei nachlassender Strömungsgeschwindigkeit gröbere und feinere Sedimente im Flussbett ablagern. Diese Ablagerungen zwingen den Fluss zum Ausweichen - der Stromstrich beginnt zu pendeln. Dadurch entstehen die typischen Flussschlingen, die sich durch weitere Sedimentablagerung am sogenannten Gleithang (Innenhang) und Abtragung am Prallhang ausweiten. Leider wurden in der Vergangenheit zahlreiche Flussläufe begradigt, teils mit fatalen Folgen für Fauna und Flora. Das Mäandertal der Tollense war aufgrund seiner geringen Breite für die Landwirtschaft bisher nur von geringem Interesse. Aus diesem Grund blieben größere Eingriffe in den Wasserhaushalt des Flusses aus und die natürliche Flusslandschaft wurde weitgehend erhalten.

Wasserstraßenkreuz in Demmin (B6)

Demmin - die Stadt mitten im Dreistromland. In der Hansestadt treffen sich die drei Flüsse Peene, Tollense und Trebel. Durch diese günstige Lage am Knotenpunkt der Flüsse hatte Demmin bis in jüngere Zeit große Bedeutung für den Handel. Demmin war von 1283-1607 Mitglied der Hanse und trägt seit 1994 wieder den Namenszusatz "Hansestadt". Noch heute sind die drei Flüsse von großer Bedeutung. Während die Peene als Bundeswasserstraße besonders für die Fracht- und Fahrgastschifffahrt sowie Sport- und Hausboote interessant ist, sind Trebel und Tollense aufgrund eingebauter Wehre nur für Paddler und Ruderer befahrbar.

Kummerower See (B7)

Der Kummerower See weist eine Länge von etwa 11 km und eine Wassertiefe bis zu 30 m auf und ist damit der viertgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern. Von ihm fließt die Peene ab, die eine Wasserverbindung zur Ostsee darstellt. Der See ist ebenso wie der Malchiner See als Tunneltal durch fließendes Schmelzwasser im Untergrund des Gletschers entstanden.

Borrentiner Oser (B8)

Östlich des Kummerower Sees fällt in einer Ackerfläche ein kleiner, teils bewaldeter Hügelrücken auf - der Borrentiner Oser. Mehr zu seiner Entstehung erfahren Sie hier.

Retzow-Gülitzer Höhen (B9)

Nordwestlich von Malchin erstrecken sich zwischen Remplin und Neukalen inmitten des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See die eiszeitlich entstandenen Retzow-Gülitzer Höhen. Diese Stauchendmoräne präsentiert sich als weitläufig bewaldeter Höhenzug mit Kesselmooren, Sümpfen und Kleingewässern, die den Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen bieten. Mehr über Endmoränen erfahren Sie hier.

Malchiner See (B11)

Der Malchiner See entstand als Tunneltal und ist Teil einer Abflussbahn, die sich nach Norden über den Kummerower See bis an das mecklenburgisch-pommersche Grenztal im Bereich der heutigen Trebel fortsetzt.

Endmoränengabel bei Langhagen (B12)

Eine der großen Gabelungen der Pommerschen Hauptendmoräne befindet sich bei Langhagen, wie in der geologischen Karte gut ersichtlich ist. Die Endmoräne erreicht hier Höhen bis zu +109 mNN, fast ebenso hoch wurden mächtige Sande im Vorland aufgeschüttet. In diesem interessanten Endmoränenbereich findet man Seen und vermoorte Senken ebenso wie Stauchwälle und Blockbestreuung. Im Hinterland der Endmoräne, dem Malchiner Becker, fällt das Gelände bis unter +10 mNN ab. Mehr dazu

Langhagener Sander (B14)

Vor der Endmoränengabel bei Langhagen sind weite und mächtige Sanderflächen zu finden. Fließende Schmelzwässer transportierten den Gletscherschutt ins Vorland der Endmoräne und lagerten ihn dort ab. Die Korngröße nimmt dabei mit zunehmender Entfernung von der Endmoräne ab. Im Langhagener Sander befindet sich eine der wichtigsten Kiessandlagerstätten von Mecklenburg-Vorpommern. Im Rahmen organisierter Führungen durch das Kieswerk Langhagen sind interessante Einblicke in den inneren Aufbau des Pommerschen Sanders möglich. Mehr dazu

Die Müritz (B17)

Mit ihrer Größe von 117 km² ist die Müritz der größte Binnensee Deutschlands. Der Name des Sees stammt aus der Slawenzeit und kann mit "kleines Meer" übersetzt werden. Die Müritz entstand am Ende der Weichsel-Kaltzeit vor etwa 12 000 Jahren. Kennzeichnend ist die unterschiedliche Wassertiefe. Während große Teile der Müritz eine Tiefe von weniger als 10 m aufweisen, durchziehen mehrere, bis zu 30 m tiefe Rinnen den Seeboden. Damit stellt die Müritz einen Kombinationssee aus einem flachen Grundmoränensee und mehreren Schmelzwasserrinnen dar. Letztere entstanden, als sich unter dem Gletscher fließende Schmelzwässer tief in das Gelände einschnitten.

Tiefwarensee bei Waren (Müritz) (B18)

Der Tiefwarensee entstand vermutlich auf gleiche Weise wie der Schmale Luzin bei Feldberg als Rinnensee. Unter dem Eis fließende Schmelzwässer spülten eine schmale und tiefe Rinne aus, die durch Toteis vor der Verfüllung mit Sedimenten bewahrt wurde. Nach dem Abschmelzen des Eises blieb eine mit Wasser gefüllte Rinne zurück - der heutige Tiefwarensee.

Endmoränengabel und Sander bei Möllenhagen (B23)

Auf der geologischen Karte ist die Gabelung der Pommerschen Hauptendmoräne südlich von Möllenhagen deutlich erkennbar. Vor dem Eisrand wurde ein hoher Kegelsander aufgeschüttet. Im Rahmen organisierter Führungen durch das Kieswerk Möllenhagen-Rethwisch kann ein Einblick in die Schichtenfolge in einem Sander gewonnen werden.

Hellberge bei Wendfeld (B27)

Bei den Hellbergen handelt es sich um Oser, deren Entstehung auf eine Schmelzwasserrinne im Gletschereis zurückgeführt wird. In einem der beiden Oszüge ist eine markante Senke erkennbar - ein sogenanntes Osauge. Mehr über die Entstehung der Hellberge kann man auf den Informationstafeln entlang eines schönen Rundwegs vor Ort erfahren. Bei guter Sicht hat man von den Hellbergen einen einzigartigen Blick auf das Tollensebecken mit der Lieps und dem Tollensesee.

Schmaler Luzin (B29)

Der Schmale Luzin ist ein typischer eiszeitlicher Rinnensee. Er ist fast 7 km lang und zwischen 150-300 m breit, beeindruckt aber mit einer Wassertiefe bis zu 34 m. Eine größere Tiefe weist selbst die Müritz nicht auf. Rechnet man die mehr als 25 m hohen Steilufer, die den See begrenzen hinzu, erreicht die Rinne des Schmalen Luzin eine Tiefe von knapp 60 m. Diese tiefe Rinne entstand durch die Erosionsvorgänge von abfließendem Schmelzwasser, das sich mit hohem Druck in das Gelände einschnitt.

Sprockfitz bei Feldberg (B30)

Beim Sprockfitz handelt es sich um einen etwa 1km langen See, der nordwestlich von Feldberg gelegen ist. Das Bemerkenswerte an diesem Gewässer sind die seit 1816 notierten Seespiegelschwankungen. So treten Schwankungen von über 6 m weitgehend unabhängig von örtlichem Niederschlag und Jahreszeiten auf. Im Jahr 1994 stieg das Wasser innerhalb von fünf Monaten um 5,61 m an und fiel bis Februar 1999 wieder um 5 m. Da sich bei Niedrigwasser eine besondere Vegetation am Ufer entwickelt, wurde der Sprockfitz schon 1967 zum Naturschutzgebiet erklärt.

Blockpackungen im Hullerbusch (B31)

Die Blockpackungen im Naturschutzgebiet Hullerbusch sind besonders markante Zeugen der Eiszeit. Diese Ansammlung von Großgeschieben und groben Schutt markiert die frühere Lage des Eisrands und zeugt so vom Verlauf der Endmoräne. Beim Schmelzen des Eises sammelten sich diese großen Blöcke an der Eisfront an, während feinerer Gletscherschutt vom Schmelzwasser weiter transportiert wurde.

Trockental am Schmalen Luzin (B32)

Diese geologische Seltenheit entstand während der Eiszeit als sich abfließende Schmelzwasser oberflächlich in den Dauerfrostboden einschnitten. Seit dem Auftauen des gefrorenen Bodens fließt in diesem Tal kein Wasser mehr.

Helpter Berge bei Woldegk (B36):

Die Helpter Berge erreichen eine Höhe von +179 mNN und stellen damit die größte Erhebung in Mecklenburg-Vorpommern dar. Auf der geologischen Karte ist erkennbar, dass die Helpter Berge inmitten einer weiten Grundmoränenfläche, nördlich der Pommerschen Hauptendmoräne liegen. Sie ragen aus der Grundmoräne heraus und übertreffen in ihrer Höhe die Endmoräne. Die Entstehung dieses Hochgebiets ist nicht zweifelsfrei geklärt. Die Helpter Berge weisen sowohl Merkmale von Endmoränen (Stauchwälle) als auch eines Eiszerfalls im Hinterland von Endmoränen auf. Denkbar ist daher die nacheinanderfolgende Ausprägung dieser Eigenschaften. Hoch liegendes, bis über +100 mNN ansteigendes Tertiär (Sedimente) bildet den Untergrund der Helpter Berge. Die Hochlage stellte ein bedeutendes Hindernis für das Inlandeis dar, so dass das mitgeführte Material zusammengestaucht wurde. Ungestörte Beckensedimente lassen aber darauf schließen, dass die Helpter Berge auch während des späten Pommerschen Stadiums noch Sedimentationsraum waren. Derartige Sedimente bilden sich vor allem während des Eiszerfalls im Bereich von abflussarmen bzw. abflusslosen Becken zwischen den Toteiskomplexen.

Demenzsee (B37):

Der Demenzsee ist ein typischer eiszeitlicher Rinnensee. Rinnenseen sind schmale, langgestreckte und tief eingeschnittene Seen, die sowohl im Bereich der Grundmoräne, als auch in den Sandergebieten und als Durchbruch durch die Endmoränen auftreten können. Sie entstanden durch die Erosionsvorgänge von abfließendem Schmelzwasser, das sich mit hohem Druck in das Gelände einschnitt.

Rosenthaler Stauchendmoräne (B38):

Auf einer Länge von 23 km erstreckt sich die typische Stauchendmoräne zwischen den Orten Brohm und Rothemühl. Sie entstand am Ende der Weichsel-Kaltzeit als das Eis die vorgeprägten Höhen nördlich von Strasburg nicht mehr überwinden konnte. Das Eis schob sich gegen dieser Widerlager auf und stauchte das vor dem Eisrand liegende Material zusammen. Bei Rothemühl befindet sich, wie auf der geologischen Karte erkennbar ist, eine Gabelung, die die Rosenthaler Stauchendmoräne in den westlichen Klepelshagener Lobus (Die eigentlichen Brohmer Berge) sowie den östlichen Jatznicker Lobus gliedert. Den höchsten Punkt erreichen die Brohmer Berge mit knapp +153 mNN im Ratteyer Wald.


Beim Galenbecker See handelt es sich um einen Rest des ehemals von den Brohmer Bergen bis in den Bereich Südusedom reichenden, späteiszeitlichen Haffstausee. Der Flachwassersee, der eine durchschnittliche Wassertiefe von nur etwa 80 cm aufweist, stellt die Heimat zahlreicher seltener Pflanzen- und Tierarten dar und ist aus diesem Grund ein Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung (UNESCO-Status).

Friedländer Große Wiese (B40):

Bei der Friedländer Großen Wiese handelt es sich um ein etwa 100 km² großes Niedermoorgebiet. Dieser Bereich wurde durch den jüngsten weichselzeitlichen Gletscher ausgeschürft, wobei das aufgenommene Material einige Kilometer südwestlich zwischen Brohm und Rothemühl als typische Stauchendmoräne (B38) aufgestapelt wurde.

Landgrabental (B43):

Das Landgrabental entstand vor etwa 13.000 Jahren am Ende der Weichselkaltzeit als riesige Schmelzwasserrinne. Wie auch in anderen großen Flusstälern Mecklenburg-Vorpommerns haben sich hier ausgedehnte Flusstalmoore entwickelt. Schon seit längerem sind große Flächen im Landgrabental unter Natur- bzw. Landschaftsschutz gestellt, da dort Pflanzen wie das Breitblättrige Knabenkraut, eine seltene Orchideenart wachsen. Großsteingräber, Hügelgräber, slawische Burgwälle, frühdeutsche Turmhügel und Burganlagen sind Zeugen der älteren Geschichte. Dem Besucher der Region werden besonders die Burgen und Schlösser auffallen, die die Grafen von Schwerin im 16. Jahrhundert in der nördlichen Landgrabenregion errichtet haben.

Os:

Aus Schweden stammt das Wort Ås (= Bergrücken), das im 19. Jahrhundert zuerst als Åser, dann als Os (Mehrzahl Oser) in die deutsche Sprache übernommen wurde.
Die auch als Wallberge bezeichneten, bahndammartigen Höhenzüge fallen vor allem in den ebenen Grundmoränenbereichen auf, obwohl sie diese manchmal nur um wenige Meter überragen. Oser entstehen, wenn das Schmelzwasser mitgeführte Kiese und Sande in tunnelartigen Spalten im bzw. unter dem Eis ablagert. Nach dem Abschmelzen des Eises bleibt diese Spaltenfüllung als Os zurück. Oft sind diese Wallberge von einer dünnen, lehmigen Schuttdecke überzogen, die während des Abschmelzens des Eises über die Oskörper floss. Der längste Oszug Norddeutschlands ist der Stavenhagen-Gatschower Os, der sich über mehr als 30 Kilometer verfolgen lässt.

Zuweilen stürzten größere Eisblöcke in die tunnelartigen Eisspalten hinein. Sie wurden überschüttet und hinterließen beim Austauen charakteristische, amphitheaterähnliche Hohlformen, die sogenannten Osgruben bzw. Osaugen. Ein besonders markantes Beispiel ist das Rühlower Osauge (B42).


Endmoränen markieren den Verlauf des Eisrandes eines Gletschers. Vor dem Eis bildete sich ein Wall, der sowohl das vom Untergrund „abgehobelte“ Material als auch den aus dem Eis ausschmelzenden Schutt enthielt. Man kann zwischen Satzendmoränen und Stauchendmoränen unterscheiden. Blieb der Eisrand relativ lange stabil, wurden große Schuttmengen vor dem Eis abgesetzt (Satzendmoränen). Sie geben bis heute den bogenförmig gegliederten Verlauf des Eisrandes wieder. Ein besonders typisches Beispiel ist die Pommersche Hauptendmoräne.

Größere Hindernisse, die das Eis nicht überwinden konnte, wurden durch die Kraft des Eises gestaucht (Stauchendmoränen). An der falten- und schuppenartigen Struktur der Brohmer Berge wird deutlich, dass der innere Aufbau deutlich komplizierter ist als der der Satzendmoränen.


Blockpackungen treten vielfach in Endmoränen auf. Dabei handelt es sich um Anreicherungen von größeren Geschieben, die aus dem Eis austauten und sich am Eisrand ansammelten, da sie aufgrund ihrer Größe nicht vom Schmelzwasser weitertransportiert werden konnten. Zu den bedeutendsten Vorkommen in der Geopark-Region zählen die Blockpackungen bei Blücherhof, Freidorf/ Pieversdorf und Feldberg. Bis ins 20. Jahrhundert lieferten sie Baustoffe für Gebäude und Straßen, heute stehen sich aber unter Schutz.

Blautonvorkommen von Friedland (C12):

Westlich von Friedland existiert eine Hinterlassenschaft der Eiszeit, die lange Zeit das wirtschaftliche Leben der Stadt mitbestimmte - der Blauton. Von der Salower Siedlung aus kann man einen guten Einblick in das riesige Tagebaugebiet gewinnen. Beim Blauton handelt es sich um tertiären Tiefseeboden (Ca. 40 Mio. Jahre alt), der durch Gletscherkraft in Form von gewaltigen Schollen mit einer Mächtigkeit von bis zu 150 m aus nördlichen Regionen nach Friedland transportiert wurde.


Sande und Kiese sind ein wichtiges Erbe der Eiszeit vor allem für die Bauindustrie, denn als Primärbaustoff sind sie unentbehrlich. Kiese und Sande konzentrieren sich in den Sanderflächen, können aber auch in Schmelzwasserrinnen in der Grundmoräne eine Mächtigkeit von mehr als 50 m erreichen.
Doch nicht nur für die Baubranche sind diese eiszeitlichen Hinterlassenschaften von Bedeutung, sondern auch für Geowissenschaftler und Hobbyforscher, vor allem Sammler von Geschiebefossilien. In Kieswerken kann ein Einblick in den Aufbau eines Sanders gewonnen werden – anhand der Lagerungsverhältnisse kann man die eiszeitlichen Prozesse gut nachvollziehen.

Die Besichtigung der Kieswerke ist nur im Rahmen organisierter Führungen möglich, da sich die Anlagen in laufendem Betrieb befinden. Einige Kieswerke wie der Tagebau in Blücherhof sind von außen gut einsehbar und vermitteln so einen groben Einblick in das Geschehen.

Regionalmuseum Neubrandenburg (D1)

Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist das städtische Museum Neubrandenburgs im Treptower Tor beheimatet. Da es sich hierbei um das höchste und repräsentativste der vier Stadttore handelt, üben die alten Gemäuer nicht nur aufgrund ihrer Ausstellungsbereiche einen Reiz auf den Besucher aus. Auch die längst vergangenen Zeiten scheinen durch einen Rundgang des Gesamtkomplexes dieser Toranlage wieder lebendig zu werden.
Das Regionalmuseum Neubrandenburg bietet dem Interessierten zwei Themenbereiche: neben der Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte, die sich im Haupttor befindet, eröffnet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite nach Durchschreiten des imposanten Treptower Vortores eine informative Ausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte. Ein besonderes Interesse dürfte die mystische Welt rund um Rethra bei den Besuchern hervorrufen. Wer sich detaillierter für historische Themen interessiert und der eigenen Recherche nachgehen möchte, für den hält die Museumsbibliothek einen umfangreichen Bestand an Literatur bereit.
Darüber hinaus können diejenigen, die bei einem Museumsbesuch das Erlebnis in den Vordergrund stellen, auf Voranmeldung im Rahmen der museumspädagogischen Angebote die alte Schrift erlernen, historische Handwerke ausprobieren oder beispielsweise Getreide für einen Fladen mahlen, der dann auf offenem Herdfeuer seine Vollendung findet.

Landschaftsgarten Brodaer Teiche (D3)

Der Landschaftsgarten Brodaer Teiche befindet sich am westlichen Stadtrand von Neubrandenburg zwischen den Bundesstraßen B 104 in Richtung Rostock und B 192 in Richtung Waren. Auf einer Fläche von knapp 40 ha werden verschiedenste Erlebnisbereiche geboten, die Besuchern den Formenreichtum der abwechslungsreichen Moränenlandschaft erschließen lassen. Eine Besonderheit dieses Gebietes ist das Vorkommen einer Vielzahl von gefährdeten Pflanzen- und Tierarten. Wanderwege, Bänke, Informationstafeln und Aussichtspunkte machen den Landschaftsgarten zu einem interessanten Erlebnis. Das gut erkennbare, wellige Relief ist auf den Einfluss eiszeitlicher Gletscher zurückzuführen. Das Gebiet ist durch schmale, teils parallel verlaufende Rinnen gekennzeichnet, die von wallartigen Rücken begrenzt werden. Neben einem Findlingsgarten sind vier Sölle als eiszeitliches Landschaftselement durch einen breiten Holzsteg erschlossen. Weitere Highlights sind u.a. der Schmetterlingsgarten, eine Trockenmauer, die verschiedene Kleintiere und Pflanzen beheimatet sowie eine Sonnenuhr von einem Neubrandenburger Künstler.

Naturerlebnispark Mühlenhagen (D4)

Der am Rande des Tollensetals gelegene Naturerlebnispark Mühlenhagen hat ganzjährig geöffnet. Der Park bietet die Möglichkeit, in der Natur zu entspannen und gleichzeitig Wissenswertes über einheimische Wild- und Haustiere zu erfahren. In weiträumigen Gehegen und Volieren sind Rotwild, Damwild, Eulen, Mäusebussarde, aber auch Esel, Ziegen und Tauben u.v.m. zu beobachten. Daneben gibt es für Kinder einen Abenteuerspielplatz, ein Streichelgehege und eine Storchenschule. Regelmäßige Höhepunkte wie das Oster-, das Kindertags- und das Erntedankfest runden das interessante Angebot ab.

Naturlehrpfad "Verchener Seeberge" (D5)

Der knapp drei Kilometer lange Lehrpfad verläuft auf dem 37 m hohen Steilufer des Kummerower Sees und besitzt als besondere Attraktion einen Aussichtsturm, der zu Naturbeobachtungen einlädt. Nicht nur Kinder können auf dem Lehrpfad mit seinen interessanten Informationstafeln viel entdecken, auch für Erwachsene ist er ein Erlebnis. Besonders in den frühen Morgenstunden kann man mit einem guten Fernglas zahlreiche Wasservögel vom Turm aus beobachten. Doch auch wer am Abend hier verweilt, wird mit etwas Glück einen unvergesslichen Sonnenuntergang erleben.

Müritz-Museum Waren (D7)

Das Müritz-Museum wurde im Jahr 1866 durch den Freiherrn Herrmann von Maltzan (1841-1891) als "Maltzaneum" gegründet. Heute lädt dieses Aktionszentrum des Geoparks ganzjährig zu interessanten Ausstellungen, Veranstaltungen, Exkursionen und Führungen ein. Zum Museum gehören neben umfangreichen Sammlungen und einer großen Bibliothek, auch die Dauerausstellung zur Entstehung der Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns, ein Süßwasser-Aquarium mit 28 Schaubecken sowie ein Museumsgarten.

Eiszeitlehrpfad "Tiefwarensee" (D8)

Auf dem Eiszeitlehrpfad rund um den Tiefwarensee können Besucher eine Vielzahl eiszeitlich entstandener Landschaftselemente erleben. Interessante Aufschlüsse, Aussichtspunkte und anschauliche Erläuterungstafeln helfen, die eiszeitliche Landschaftsformung zu verstehen.

Findlingsgarten Wesenberg (D9)

Am Ortsausgangsschild von Wesenberg in Richtung Wustrow/ Rheinsberg befindet sich ein interessanter Findlingsgarten. Der Betrachter kann hier mehr über die weite Herkunft und die Beschaffenheit der 38 stummen Zeugen der letzten Eiszeit lernen. Die Eismassen transportierten die Findlinge nachweislich über 1000 km aus Schweden, Norwegen und Finnland in die Region. Der schwerste Stein wiegt über 3 Tonnen. Als Blickfang von der Straße aus wurde eine Gruppe Findlinge kippsicher übereinander gepackt und mit Betonkeilen gesichert.

Eiszeitwerkstatt Wittenhagen (D12)

In der Eiszeitwerkstatt Wittenhagen können Sie selbst aktiv werden. Bestimmen Sie Steine, fertigen Sie Modelle an und lernen Sie auf diese Weise die Landschaftsentstehung kennen. Die Angebote richten sich an Kinder ebenso wie an Erwachsene. Tipp: Direkt an der Eiszeitwerkstatt können Sie sich auf eine Erkundungstour entlang des Eiszeitlehrpfades (D13) begeben.

Eiszeitlehrpfad Wittenhagen (D13)

Der interessante Eiszeitlehrpfad macht die verschiedenen eiszeitlichen Landschaftselemente verständlich. Lernen Sie etwas über die beeindruckende Blockpackung, die bedeutende Satzendmoräne und ein typisches Kesselmoor. Nicht nur geologische Besonderheiten, sondern auch die vor Ort heimischen Tiere und Pflanzen werden auf dem Pfad beschrieben. Auf Wunsch stehen Ihnen auch fachkundige Führer des Naturparks oder des Eiszeitvereins zur Verfügung.

Naturlehrpfad Hullerbusch (D14)

Der Lehrpfad führt durch das Naturschutzgebiet Hullerbusch und macht eiszeitliche Landschaftselemente wie Blockpackungen oder Kesselmoore verständlich.

Findlingsgarten Schwichtenberg (D15):

In Schwichtenberg befindet sich der größte Findlingsgarten Mecklenburg-Vorpommerns. In diesem Aktionszentrum des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft lernen Sie den Findling auf verständliche und lehrreiche Weise nicht nur unter geologischem Blickwinkel, sondern auch in kulturhistorischen Zusammenhängen kennen. Über 1200 Findlinge aus der unmittelbaren Umgebung werden den Besuchern hier zugänglich gemacht. Eine Reihe von Findlingen weisen auf ihrer Oberfläche deutliche Gletscherschrammen auf und verdeutlichen Interessierten den Weg der Steine von Skandinavien bis nach Mecklenburg-Vorpommern.


Ein Findlingsgarten ist eine Anlage, in der Findlinge ausgestellt werden. Ihr Ziel ist es nicht nur, die Steine zu schützen, sondern vor allem den Besuchern mehr über die Herkunft und Geschichte der Findlinge zu erzählen.
Nicht nur über die unterschiedliche Größe, auch die Struktur und Farbigkeit der Gesteine ist beeindruckend: von schwarzweiß, gelbweiß, grauweiß oder rötlich bis tiefrot. Auf einigen Findlingen kann man Fossilieneinschlüsse und sogar Gletscherschrammen entdecken.
Während man in größeren Findlingsgärten wie in Schwichtenberg auch an Führungen teilnehmen kann, findet man in kleineren Anlagen wie Hohen Mistorf und Wesenberg informative Schautafeln.